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Track #8: hegemonie in der mediengesellschaft

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Trackleitung: Alex Demirović (Deutscher Sozialwissenschafter, Link) und Leonhard Dobusch (Postdoc an der FU Berlin, Link)

Medien sind eine in modernen Demokratien unverzichtbare, aber keineswegs neutrale Bühne für Meinungsbildung und Kontrolle politisch Handelnder. Eigentumsstrukturen ebenso wie Finanzierungsmodelle haben wesentlichen Einfluss auf die Auswahl und Behandlung von Themen, sie entscheiden maßgeblich über hegemoniale Diskurs- und Denkmuster in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen mit. Im Zuge der Digitalisierung werden jedoch etablierte Medienkonzepte und –strukturen neu verhandelbar.

Kämpfe um Meinungshegemonie werden aber nicht nur medial vermittelt und ausgetragen. Hegemoniale Ansprüche und Ansichten manifestieren sich auch in gesellschaftlichen Institutionen wie wirtschaftlichen, sozialen sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Gerade der Übersetzung diskursiver in institutionelle Hegemonie gilt es deshalb besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Klassische Medien versus neue Medien:
In welchem Verhältnis stehen Politik, Medien und Wirtschaft? Wie lassen sich kritische Themen in Mainstream-Medien transportieren? Welche Probleme und Gefahren sind damit verbunden? Wie verändert sich die Rolle klassischer Medien wie Zeitung, Rundfunk und Fernsehen im Zuge der Digitalisierung?

Neue Medien: Welche emanzipatorischen Potentiale neuer Online-Medien gibt es und wie lassen sie sich nutzen? Wie ist das Verhältnis von neuen und klassischen Medien? Wie verändern neue Medien Journalismus und journalistische Arbeit?

Mediale Meinungshegemonien: Welche (neuen) medialen Strategien nutzen Akteure zur Erlangung von Meinungshegemonie? Welche Rolle spielen dabei mediale Eigenlogiken? Wie verändern sich (Rolle und Bedeutung von) Eigentumsstrukturen und Finanzierungsmodelle im Zuge der Digitalisierung? Welche Konsequenzen für politische Meinungsbildung sind damit verbunden? Wie wirken sich in einer umfassenderen Perspektive ideelle Hegemonien im öffentlichen Diskurs aus?

Gegenstrategien: Lobbys wie die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" versuchen gezielt, das Meinungsspektrum einzuengen, um die Wahrnehmung gesellschaftlicher Problemstellungen von vornherein in den Grenzen des angeblich Machbaren zu halten. Inwieweit haben diese Bemühungen Erfolg und wie können erfolgreiche Gegenstrategien aussehen? Wie tragen etwa auch geschichtliche Deutungshoheiten dazu bei, politische Identitäten zu stabilisieren oder zu verändern?

Artikulation sozialer Anliegen in der Mediengesellschaft: Die Studierendenproteste der letzten Jahre haben beispielhaft gezeigt, wie eine kleine, gut organisierte Gruppe in einzelnen Fragen die Politik erfolgreich unter Zugzwang bringen kann. Auf welchen Voraussetzungen konnte diese und andere Protestbewegungen aufbauen und was lässt sich daraus für die Artikulation sozialer Interessen anderer Bevölkerungsteile lernen?

 

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